I hob mein Buam schoGlücklich und stolz erzählt mir Nicole die freudige Nachricht am Telefon. Sie war während der Schwangerschaft einige Male bei uns und hat um Unterstützung gebeten. Nicole ist in Kärnten aufgewachsen, irgendwann ist sie auf die schiefe Bahn geraten, vielleicht nicht zuletzt deshalb, weil ihre beiden Geschwister bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Sie lief von zuhause weg, nahm Drogen, lebte auf der Straße oder in der Gruft. Ihr Leben änderte sich nachhaltig, als sie erfuhr, dass sie schwanger war. Seither ist sie clean, lebt mit ihrem Freund in einem Obdachlosenheim, hat demnächst Aussicht auf eine kleine Wohnung. Nicole ist selig mit ihrem Sohn. Sie hat einen Kinderwagen gesehen, nicht teuer, trotzdem viel Geld für sie, aber der Bua soll`s einfach gut haben. Wir haben ihr mit den Spendengeldern einen Zuschuss zahlen können.
Frau P. ruft aus dem Spital an, sie hat ein kleines Mädchen bekommen. Bei der Geburt ist alles gut gegangen, Frau P. ist alleinstehend, der Kindesvater hat sich nie mehr gemeldet, vor der Geburt lebte sie von
€ 380,-- Notstandshilfe, das reichte gerade zum Leben. Zufällig ruft an diesem Tag Frau G. an, ob wir ein gut erhaltenes Gitterbett gebrauchen können. Frau P. ist dankbar und das Bettchen wird ihr direkt in die Wohnung geliefert.
Im letzten Jahr haben Schulklassen für uns gesammelt, auch mehrere Firmen haben uns Lebensmittel und Hygieneartikel gespendet. Für Frauen und Familien, die mit weniger als € 150,-- pro Person im Monat auskommen müssen, ist es eine große Erleichterung, wenn sie sich einen Einkauf sparen können oder gebrauchte aber noch gut erhaltene Babywäsche bekommen, vielleicht auch einmal ein Paket Windeln.